ICH HAB DOCH NUR GEPUTZT, MAMA!


..:: ZUR FOTOGALERIE ::..

 


Ich hab doch nur geputzt, Mama!
Theaterkabarett Gast: Barbara Krahofer
Regie: Renate Moller - Linsler
Musik: Ronny Teutscher

Sauber! Das Leben. Und rein!
Auch wenn es dann manchmal nur rein-karniert ist. Und meistens ziemlich schmutzig.
Und die Liebe? Prickelt nicht einmal still. Also: lieber nicht.
Denn trotz des Drecks, den dir die anderen immer vor die Haustür kehren, lebt es sich noch immer leichter als es sich liebt.
Und das Herz, das Hirn und der Magen brechen im Takt dazu.
Herr Wurm, seines Zeichens Sprachverunreinigunsermittlungsmelder, hat’s nicht leicht.
Im Leben. Wie in der Liebe.
Womit er in allem immer zu kämpfen hat, und warum am Ende doch nur wieder die Mama schuld war, zeigt dieser Blick in die Welt des Minimundus, wo man die Kirche noch aus dem Dorf trägt. Auch wenn man dann die Destination nur mehr erahnen kann, weil der Name auf der Tafel ob der eigenen Landessprache plötzlich so fremd erscheint...
Was im ersten Teil für Verwirrung sorgt, fällt im zweiten Teil wie
Schuppen aus den Haaren. Doch Gott lob: Mutter weiß auch dagegen Rat...

sponsored by Lever Fabergé/ Cif
Putzen kann Spaß machen!


NÖN,Woche 7/2003 -„Gelungenes Gastspiel!“
Sauberes Theater
Die Preisträger des TAM -Basilisk
HENNINGER & DENNINGER
philosophierten über das Putzen und die Reinheit im Allgemeinen

„Ich hab doch nur geputzt,Mama“ hieß das Programm, „Henninger &Denninger“ hießen die
Protagonisten, die am 8. Februar im Theater an der Mauer die Sauberkeit und Reinheit in den Mittelpunkt eines
unvergesslichen Kabarettabends stellten. Gemeinsam mit „Gastspielerin“ Barbara Krahofer gefiel die Wien-
Oberösterreichische Formation v.a. mit bewusst überzeichneter Mimik und ausgereiften Texten-und machte den
Zusehern einmal mehr bewusst, dass der Reinlichkeitswahn nicht nur mit blank geputzten Tischen und Stühlen
verbunden werden muss. In überaus schnellen Tempo wurden Szenen des täglichen Alltagsleben überzeichnet dargestellt.
Da wurde die Reinheit der Frau ebenso aufs Korn genommen, wie die deutsche Sprache und politische Tendenzen,
die die Reinheit für sich verbinden wollen.
Franz Denninger, Heike Henninger und Barbara Krahofer gelang es nicht nur,schauspielerisches Können zu
präsentieren, der ganz alltägliche Wahnsinn präsentierte sich auch in den Gesangeinlagen.
Im Mittelpunkt des Kabarettprogramms, für das Heike Henninger und Andre Blau die Texte lieferten, stand
der Junggeselle Wurm, der von seiner Mutter zur übertriebenen Sauberkeit erzogen wurde und vergeblich nach
einer Frau, die den „Reinheitsgeboten“ seiner Mutter entspricht, sucht.
Womit er zu kämpfen hat,warum am Ende immer die Mama schuld hat,und warum das Ganze kein gutes
Ende nehmen kann, und warum der Ordnungsbegriff dennoch ein relativer ist, wird dem Besucher erst in der 2. Hälfte klar.
Was in der 1.Hälfte beinahe als skurriles Chaostheater wirkt, entpuppt sich im 2.Teil als absolut gesellschaftskritisches Theater.
Regisseurin Renate Moller-Linsler ließ die Protagonisten an die physischen Grenzen.
Der Versuch, ein Stück, das durchaus 4 Stunden dauern könnte, auf nicht einmal die Hälfte zu reduzieren, gelang eindrucksvoll.